Auswertungsobjektivität

Auswertungsobjektivität ist dann gegeben, wenn mehrere verschiedene Tester zu denselben Testergebnissen bei den Antworten der Probanden kommen.

 

Anders formuliert:

Verschiedene Auswerter müssen zu den gleichen Punktwerten oder Leistungswerten bei ein und derselben Versuchsperson kommen.

 

Erreicht werden kann dies unter anderem durch Schablonen, Auswertungsblätter und detaillierte Auswertungsregeln.

 

Am einfachsten geht dies bei Mehrfachwahlaufgaben (Multiple-Choice-Aufgaben), schwieriger wird es wenn die Probanden offene Fragen beantworten müssen.

 

Messbar ist die Auswertungsobjektivität am Grad der Übereinstimmung, die von unterschiedlichen Auswertern bei der Berechnung einer bestimmten Testleistung erreicht wird.

 

Das bedeutet, je übereinstimmender die einzelnen Auswertungsregeln von unterschiedlichen Auswertern angewendet werden, desto auswertungsobjektiver ist ein Test.

 

Statistisch überprüft werden kann die Auswertungsobjektivität unter anderem durch Cohen´s Kappa, Intraklassenkorrelation oder Scott´s Pi.

 

Quellen:


Sedlmeier, P. & Renkewitz, F. (2008). Forschungsmethoden und Statistik in der Psychologie.München: Pearson Studium.

 

Moosbrugger, H. & Kelava, A. (2008). Testtheorie und Fragebogenkonstruktion. Heidelberg: Springer-Verlag.

 

Bühner, M. (2006). Einführung in die Test- und Fragebogenkonstruktion. München: Pearson Studium.