Deskriptive Statistik

Stamm-Blatt-Diagramme

Aufbau von Stamm-Blatt-Diagrammen

  • Ein Stamm-Blatt-Diagramm besteht wie der Name schon andeutet, aus einem Stamm (dies ist der Bereich zwischen den beiden Längsstrichen) und Blättern (diese befinden sich rechts und links vom Stamm).
  • Dadurch werden sowohl die Häufigkeiten pro Kategorie als auch die Verteilung der Werte innerhalb der Kategorien visualisiert.

 

Wozu eignen sich Stamm-Blatt-Diagramme?

  • Dieses Verfahren eignet sich unter anderem sehr gut dazu, verschiedene Gruppen miteinander zu vergleichen (Gruppe A und B).

 

Nachteile (Probleme) der Stamm-Blatt-Diagramme

  • Eines der größten Probleme dieses Verfahrens bildet die Wahl der Einheiten des Stamms.
  • Da es keine allgemein verbindlichen Lösungen dieses Problems gibt, schlägt Tukey (der Erfinder des Verfahrens) einige Konventionen vor:
  • Hierfür schlägt er vor, Symbole zu benutzen, wenn sehr viele Blätter (Werte) auf eine bestimmte Ausprägung des Stamms fallen würden. Dadurch wird der Stamm gestreckt.
  • Eine Möglichkeit wäre, einen " * " (Stern) für die Zahlen 0 - 4 zu verwenden und einen " . " (Punkt) für die Zahlen 5 - 9.
  • Eine weitere Möglichkeit wäre: " * " (Stern) für 0 - 1, "t" für 2 - 3, "f" für 4 - 5, "s" für 6 - 7, und " . "(Punkt) für 8 - 9 zu verwenden.

Vorteil der Stamm-Blatt-Diagramme

  • Ein großer Vorteil dieses Verfahrens ist, dass es mehr Detailinformationen enthält, als Häufigkeitsverteilungen.
  • Das liegt daran, dass Häufigkeitsverteilungen oftmals sehr große Wertebereiche besitzen welche dann in Wertintervallen abgebildet werden müssen.
  • Dadurch wird nicht für jeden Wert die Häufigkeit angegeben.
  • Anders ist das bei den Stamm-Blatt-Diagrammen, welche sogar zusätzlich noch die Rohwerte liefern.
  • Ein weiterer großer Vorteil ist, dass das Stamm-Blatt-Diagramm sehr einfach von Hand angefertigt werden kann.

Anfertigung von Stamm-Blatt-Diagrammen

  • Zuerst müssen die einzelnen Werte in eine Rangreihe gebracht werden, d.h. der Größe nach sortiert werden.
  • Anschließend wählt man die Einheiten für den Stamm. Diese sind in der Regel beliebig wählbar.
  • Als nächstes werden die Werte der Blätter eingetragen.

Quellen:

 

 

Bortz, J. & Schuster, C. (2010). Statistik für Human- und Sozialwissenschaftler. Heidelberg: Springer-Verlag.

 

Sedlmeier, P. & Renkewitz, F. (2008). Forschungsmethoden und Statistik in der Psychologie.München: Pearson Studium.

 

Bildquellen:

 

http://www.dgps.de/fachgruppen/methoden/mpr-online/issue1/art3/img10.gif