Formen der Persönlichkeitsstörungen

Anankastische Persönlichkeitsstörung / zwanghafte Persönlichkeitsstörung

ICD-10 : F60.5 (anankastische Persönlichkeitsstörung)

 

DSM-IV-TR: Cluster C (zwanghafte Persönlichkeitsstörung)

 

 

Personen mit einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung sind gekennzeichnet durch:

  • ihren Zwang, sich ständig mit Regeln, Details, Ordnung, Listen, Plänen oder Organisationen zu beschäftigen,
  • ihre übermäßigen Zweifel,
  • ihre starke Vorsicht,
  • ihre Neigung zu psychischer und zwischenmenschlicher Kontrolle,
  • ihre Unfähigkeit zu Flexibilität und Aufgeschlossenheit.

 

Personen mit dieser Form der Persönlichkeitsstörung neigen demnach zu Perfektionismus und Starrheit. Dadurch passiert es ihnen jedoch öfters, dass sie ihre Vorhaben nicht abschließen können, weil diese eben noch nicht perfekt genug sind.

Häufig gelten Betroffene als "arbeitssüchtig", da sie kaum dazu in der Lage sind sich zu entspannen. Stets hat die Arbeit und Produktivität bei ihnen im Leben den Vorrang.

Durch ihre übermäßige Angst davor Fehler zu machen, vermeiden sie es oft Entscheidungen selbst zu treffen.

Sie werden häufig als gewissenhaft, pedantisch und geizig charakterisiert.

 

 

zwanghaftes Arbeiten
zwanghaftes Arbeiten

 

 

Buchquellen:

 

Trautmann, R.D. (2004). Verhaltenstherapie bei Persönlichkeitsstörungen und problematischen Persönlichkeitsstilen. Stuttgart: J.G. Cotta´sche Buchhandlung Nachfolger GmbH.

 

Wittchen, H.U. & Hoyer, J. (Hrsg.) (2006). Klinische Psychologie & Psychotherapie. Heidelberg: Springer Medizin Verlag.

 

Wittchen, H.U. (1998). Handbuch Psychische Störungen. Weinheim: Psychologie Verlags Union.

 

 

Bildquelle:

 

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