Operative Intelligenz - komplexes Problemlösen

Die operative Intelligenz bezieht sich auf die Lösungsfähigkeit sehr komplexer Probleme.

 

Sie ist die Fähigkeit vorhandene intellektuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten zu koordinieren um komplexe Probleme zu lösen.

 

Es geht allgemein also darum, die richtigen Dinge, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Weise zu tun.

 

Die Merkmale komplexer Probleme sind:

  • ein hohes Maß an Komplexität, d.h. es sind sehr viele verschiedene Variablen beteiligt und daher ist eine sinnvolle Informations-Reduktion notwendig,
  • eine große Vernetztheit der Variablen, d.h. die einzelnen Variablen beeinflussen sich wechselseitig,
  • eine hohe (Eigen-)Dynamik, d.h. das System verändert sich häufig unvorhersehbar entweder von selbst oder durch Eingriffe in dieses,
  • eine niedrige (partielle) Transparenz, d.h. Informationen oder deren Verknüpfungen sind zum Teil nicht direkt zugänglich,
  • eine Polytelie, d.h. es existieren häufig sehr viele und zum Teil widersprüchliche Ziele, welche das Erstellen einer Zielhierarchie notwendig machen,
  • und eine hohe Offenheit der Ziele, d.h. da zum Teil unklare Ziele vorliegen ist eine Zielkonkretisierung erforderlich.

 

Dörner (1986) kritisiert an der Intelligenzstruktur-Forschung, dass die dort behandelten Problemstellung zu simpel sind und die zu bearbeitenden Situationen selten realitätsnah sind.

Er ist der Auffassung, das aus diesem Grund Intelligenztests nicht als Indikatoren für operative Fähigkeiten verwendet werden sollten.

 

Beispiele für komplexe Probleme:

  • LOHHAUSEN (Computersimulation)